Polymerfolien sind dünne, flexible Materialien aus synthetischen Polymeren mit vielseitigen mechanischen und optischen Eigenschaften. Sie können von vollständig transparent bis tiefschwarz reichen, sind häufig chemisch stabil und lassen sich hinsichtlich spezifischer Hafteigenschaften, Oberflächenstrukturen und Dicken gezielt anpassen. Zu den gängigen Materialien zählen Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Polyethylenterephthalat (PET), Polycarbonat (PC) und Polymethylmethacrylat (PMMA) sowie weiterentwickelte Hochleistungspolymere.
Ihr optisches Dispersionsverhalten, definiert durch den Brechungsindex in Abhängigkeit von Wellenlänge und Temperatur, ist entscheidend für die Vorhersage der Lichtwechselwirkung mit dem Material. Zuverlässige optische Kenndaten ermöglichen eine verbesserte Materialauswahl, eine optimierte Produktentwicklung sowie eine gleichbleibende Leistungsfähigkeit in komplexen optischen Baugruppen.
Optischen Laminaten für Displays und Sensoren
Schutz- und Verbundschichten im Automobilbereich, insbesondere bei Verglasungen und architektonischem Glas
Verpackungsfolien für Lebensmittel, Pharmazeutika und Konsumgüter
Klebefolien auf Basis von PSA (druckempfindliche Klebstoffe) oder OCA (optisch klare Klebstoffe)
Trägerschichten für gedruckte Elektronik
Barrierefolien in medizinischen Anwendungen und Reinraumumgebungen
Mit dem ATR L Mehrwellenlängen-Refraktometer von SCHMIDT + HAENSCH lassen sich die optischen Eigenschaften von Folien direkt und effizient bestimmen. Diese Methode ermöglicht eine präzise Erfassung der Brechungsindizes über mehrere Wellenlängen hinweg von 365 bis 960 nm und liefert wertvolle Einblicke in die Dispersionscharakteristik des Materials.
Ob in Forschung und Entwicklung oder in der routinemäßigen Qualitätskontrolle, das ATR L vereinfacht die komplexe Analyse von Klebstoffschichten, optischen Harzen oder ausgehärteten Folien wie UV-gehärteten Acrylaten, Silikonen, Epoxidharzen oder Polyurethan-Klebstoffen. Über die klassische Qualitätskontrolle hinaus erlaubt die Auswertung von Dispersionskurven ein vertieftes Verständnis der Materialfunktion in optischen Systemen, insbesondere dort, wo Lichtdurchlässigkeit, Reflexion und Haftung entscheidende Faktoren sind.